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Dienstag, 09. Mai 2017 um 11:08

 

 Kaskadennutzung Holz - „Ein Klassiker der Nachhaltigkeit“

 

Es wird immer viel über optimale Rohstoffnutzung und einem verantwortungsvollen Umgang mit den vorhandenen Ressourcen gesprochen. Ich möchte Ihnen an einem konkreten Beispiel 10 Schritte einer  Kaskadennutzung von Holz zeigen. Beim Abbruch einer alten Scheune ist einiges an Holzmaterial angefallen, das nun möglichst effektiv weiter genutzt wird.  

 

1. Der Wald entnimmt aus der Atmosphäre CO2 und lagert diesen Kohlenstoff in den wertvollen Rohstoff Holz ein und gibt auch einen Teil davon über die Wurzelmasse in den Boden ab.

2. Holz ist ein universeller Rohstoff, z.B. für Möbel, Verpackungsmaterial und als Baustoff für Gebäude. 

3. Im konkreten Beispiel wird das Abbruchholz als Rohmaterial für die Holzkohle- herstellung genutzt.

 

   

Durch eine Veredelung des Altholzes zur Holzkohle eröffnet sich eine Reihe weiterer Möglichkeiten, wobei die folgenden Beispiele nur einen kleinen Ausschnitt darstellen.

4. Bei dem Verkohlungsprozess entsteht Energie aus der Abwärme, die fossile Energieträger ersetzt, Rohstoffe einspart und das Klima entlastet.

5. Die Holzkohle kann für den landwirtschaftlichen Betrieb als Siliermittel genutzt werden. Durch die hygienisierende Wirkung wird der Verlust von Futter verringert und die Gesundheit der Kuh gefördert.

6. Die Holzkohle gelangt durch den Verdauungsapparat der Kuh in die Güllegrube, was in der Folge die Gülle von der Fäulnis hin zur Rotte lenkt und damit Schäden an Pflanzen und Bodenlebewesen deutlich verringert.

7. Durch die Bindungskräfte der Holzkohle werden die Geruchsbelastungen beim Gülleausbringen verringert und damit der Verlust von Nährstoffen minimiert. Das spart Ärger und bares Geld.

8. Im Ackerboden wird mit der Holzkohle ein Nährstoff- und Wasserspeicher aufgebaut. Aufgrund der Bodenveränderung können Pflanzen Trockenstress besser überstehen.

9. Die Bindekräfte der Holzkohle verringern auch Auswaschungen der Nährstoffe in den Untergrund und damit in das Grundwasser. Das spart dem Landwirt Kosten durch den reduzierten Düngemittelbedarf.

10. Verstärkter Humusaufbau mittels Holzkohle verbessert grundsätzlich die Pufferkapazität von Stickstoff, so dass weniger Nitrat in das Grundwasser gelangt. Holzkohle im Boden ist aktiver Grundwasserschutz!